Spirale, Treppenhaus, Architektur, Treppe, Design

Wiedergeburt. Neuverkörperung. Reinkarnation.

Kaum ein anderes spirituelles Thema erweckt mehr psychische Ängste, Zurückhaltung und Einwände als dieses. Kaum etwas geistiges, was mehr Neugier erhebt, aber dieser gleichermaßen Zweifel und Aufregung entgegenbringt. Es ist jedoch genau das, worauf letztendlich den Gesamtkern aller Religionen, die im Laufe der Zeit mehr oder weniger zensiert wurden, ausmacht. Selbst die frühen Philosophien, die uns bis heute in die späten Moderne verfolgen, haben jene Welle der spirituellen Begebenheit der Wiedergeburt verfolgt, die sich unverändert nicht als bloße Theorie behauptet hat, sondern als unbestrittene und erprobte Begebenheit. Ob die frühen philosophischen Strömungen der Veden, Upanischaden und von Samkhya, oder die diamantenen Praktiken des Yoga, die insgesamt seit vielen Jahrtausende den menschlichen Geist lebendig und unverfort geprägt haben, sie alle berichten durch das Erlebnis aller alten und modernen Rishis und Yogis einstimmig von der Tasache der Wiedergeburt. Dies ist es, was von den glänzenden Philosophen der Antike wie Aristoteles, Platon, Pythagoras und Plotin ebenfalls einstimmig übernommen und für absolut logisch und gar als notwendig gefunden wurde. Dass die Menschen in der modernen Zeit dies nicht komplett aus den Augen verloren haben, verdankt der Okzident einem wie Kant, Schopenhauer, Deussen und Emerson.

Die Wiedergeburtslehre ist so alt wie die Menschheit selbst. Sie ist nicht destoweniger genau das, was dem menschlichen Denken die größten Panikattaken, Widersprechungen und Kopfschmerzen bereitet.

Selbst hier, im Herzen des Christentums, war sie vor dem Jahre 325 e.n. sehr bekannt. Damals, als der Konzil von Nicäa stattfand, entschieden die damaligen Bischöfe , dass diese Lehre hoch giftig war- und auch, dass die tatsächliche Vermählung Jesu mit Maria Magdalena, woraus auch Kinder geboren wurden, etwas war, was nicht die Nachwelt erreichen dürften. Und so kam die Hochzensur der frischen Institution des Christentums zustande. Diese kam 553.e.n. zu ihrem Höhepunkt, im Augenblicke des 2-ten Vatikatischen Konzils, als der damalige Patriarch und seine Bischöfe die meisten Bücher der gesammelten Bibel, beinahe 200 an Anzahl, zensierten, die christliche Gnosis zur Unkenntnis veränderte und die Gläubigen der Wiedergeburt und Vermählung Jesu, als auch die Zweifler der neuen, ab dato gültigen Doktrin, als Ketzer abstempelten. Nun, die Wiedergeburtslehre hatte in Europa ab dem Zeitpunkt keine Chance mehr- und diese Spuren der Mastodonten geistiger Behinderung merkt man bis heute. Aus dem wahren Christentum blieb beinahe nichts mehr übrig. Fast nichts mehr intaktes. Die wahren Botschaften waren derart verformt, dass alles freien Raum für falsche Interpretationen und Instrumentalisierung ließ. Nur Doktrinen, die kaum Chance für die spirituelle Praxis und geistigen Wachstum ließ. Was ab nun Praxis hieß, waren Gehörsam gegenüber braven Steuerzahlungen, Übertretungen und Diktaturen. Für die Institution des Prunks der Kirche aus der jahrtausendlangen Ausbeutung der Armen bedeutete dies die langersehnte Freizügigkeit und Machtausübung, jedoch für die armen Massen, vielleicht einen Hinterplatz in ihrem versprochenen Paradies, das sie leidtragend mit Bravour zu erkaufen erhofften. Bräuche, Rituale, Versprechungen, Gaben, Spenden und Gehörsam bedeuteten einzig als Hauptpraxis den frommen Volksmassen das nun zensierte, ja verstummelte Christentum. Die Lehre der Reinkarnation ist jedoch weit mehr als eine zensierte Theorie.

Psychologen und Psychiater, Reinkarnationswissenschaftler allgemein sind sich inzwischen einig: Reinkarnation ist eine reine Tatsache. Bis 2018 gab es über 3000 dokumentierte Fälle. Doch in Asien begleitet,, im Grunde genommen, die Wiedergeburtslehre die meisten bestehenden Weltreligionen: Hinduismus, Zoroastrismus, Buddhismus, Taoismus, Konfuzianismus, sogar das alte Judentum. Die Yogis und all die Meditierenden weltweit, unabhängig der Religion, die in ihre ganze Existenzbahn schauten, sahen die dreidimensionale Reinkarnation wie Perlen an der Halskette angereiht, oder zumindest Bruchteile vergangenen Existenzen, die, wie nun im 21-sten Jahrhundert, es auch bei vielen Patienten in den Praxen der Reinkarnationsterapeuten immer wieder feststellen musste.

Dass Reinkarnation eine nie zu ignorierende Tatsache ist, zeigt auch das Phänomen des „deja-vu“ gegenüber z. B. Landschaften und Bauten im gegenwärtigen Leben, als auch von unerklärlich bekannten oder mit großer Leichtigkeit und Schnelligkeit angelernten Sprachen, “ fremd-doch bekannten“ Gegenständen; körperliche Merkmale, die Platz lassen für alte Wunden alter Verkörperungen, aber auch geistige Gaben, Talente und Tendenzen, die man sonst von nirgendwo plötzlich besitzen könnte.

Das Geheimnis des wiederkehrenden Bewusstseins in die irdische Dreidimensionalität und Multidimensionalität allgemein ist ein Prinzip, das aus dem Selbsterkenntnis der einheitlichen, ungeborenen und nie endenden Energie sich ergibt. Reinkarnation ist die Notwendigkeit der Kenntnis aller oder vieler Möglichkeiten aus der Unendlichkeit der annehmbaren Existenzen des Bewusstseins. Das Menschensein ist nur EINE Möglichkeit davon- jedoch auch das mit einer unbegrenzten Anzahl potentieller Erlebnisse, die als Bewusstsein innerhalb individueller Reise erlebt werden können. Der Kreis der Wiedergeburten wird lange vor dem eigentlichen Sprung in Zeit und Raum ALS IDEE, ALS ENTSCHEIDUNG, ALS WUNSCH begonnen oder geschrieben. Es ist ein Salto mortale in das Hologramm eigener Kreation des Bewusstseins- denn alles ist nur ein Film. Es ist ein kosmischer Traum des Bewusstseins innerhalb seiner. Ein voll gefühlter, auf „eigener Haut“erlebter Film des Bewusstseins in der der Welt der Trennung, der Vielfalt, der Begrenzungen und egoistischer Entscheidungen als Wesen. Mit Dramen und Tragödien, die zusammen Sophokles, Euripides und Shakespeare als klein erscheinen lassen.

Das reine Bewusstsein ist jenseits aller Vorstellungen des Denkens. Dieses lebt nur in seiner Welt alter oder neuer Bekanntschaften der Begrenzungen von Zeit und Raum, als Wesen in ständiger Bewegung unter ständiger Veränderung. Nur die Reinkarnation ist die einzige Chance des Bewusstseins, sich selbst zu erkennen, sich seiner zu erinnern so wie es eigentlich ist: bar jeder Grenze, bar jeder Form und Notwendigkeit. Denn das Bewusstsein durchschreitet all diese Grenzen innerhalb aller erlebten Existenzen, von der einfachsten Lebensform aus bis hin zum Mensch oder anderen Wesen, der oder das imstande ist, infolge spiritueller Praxis sich selbst zu erkennen. Die Selbsterkenntnis innerhalb unendlicher Möglichkeiten der Begrenzungen ist der einzige Grund, warum das Bewusstsein diesen langen und beschwerlichen Weg auf sich nimmt. Es ist die Neugier und der Durst nach Erfahrungen, die gemeinsam das Bewusstsein verfeinern, es mit Allwissen ausstatten. Es ist die Allmacht auch in der Ohnmacht aller Trennungen, die Kenntnis und also göttlichen Schliff verleihen. Und die Wiedergeburt ist, für das ilusionäre Individuum, die einzige Lösung dazu, um den gesamten kreisförmigen Weg, Stufe für Stufe zu begehen und ihn zum glänzenden Ende als freie Seele zu bringen. Es ist der natürliche, doch paradoxe Gang des untrennbaren, unteilbaren Bewusstseins als ausgerechnet teilbare Individualität, als Persönlichkeit. Hier wird das Unmögliche möglich und das Erdachte zur Realität. Die unzählige Realitäten innerhalb von Zeitraum-Blase werden zu paralellen Welten und Zeitlinien. Diese kreuzen sich oder, je nach energetischen momentanen Knoten, verlaufen paralell, mit unendlichen Formen, Charakteren, Wesen, Tendenzen und Geschichten; mit ihren eigenen Modellen der Wahrheit, die doch nur in Zeit und Raum Gültigkeit genießen; mit Dramen, Komödien und Tragodien, die Schicksalschlägen und Weltereignissen verzeichnen, welche ihresgleichen als erlebtes Theater noch suchen- und schließlich mit Konzepten, Dogmen und Doktrinen, welche geistige Indoktrination als Servilismus und Automatismus bis hin zur Auslöschung gewollter Wahrheit bedeuten.

Wiedergeburt hat viel und wird noch viel den Menschen zu denken geben. Vieles war dazu lange klar, doch vieles liegt noch im Trüben. Psychologen, Psychiater, Psychoanalytiker, Physiker und Philosophen arbeiten gemeinsam, Schulter an Schulter, um die endgültige Entschlüsselung dieses Phänomens hinzubekommen. Gemeinsame Nenner und Muster, Patterns werden akkribisch gesucht, um diesem Prozess des Bewusstseins Herr zu werden. Jedoch allein die Praxis der Reinkarnationstherapie, die theoretisch logischen Modelle, Theoremen und Formeln aller Befunde aller Patienten oder Subjekte werden bei weitem nicht zu genüge sein, um dies erzielen zu können. Der fließende Strom der erlebten Existenzen läßt sich entziffern nur durch „eigene Therapie, die Autotherapie“ der Meditation. Selbstmedikation durch Meditation. Weil Reinkarnation ein rein geistiger Prozess ist, ist auch seine Lösung im Bereich des Geistes. Im Bereich der Vollkommenheit des Bewusstseins, also des Bewussten Seins. Und das absolut bewusste Sein ist ein freies von Denken, Gefühle, Körper, Form und Zeit. Zeit ist nur die IDEE DER NOTWENDIGKEIT INNERHALB DES RAUMES ALS MANIFESTIERTES EIGENSTÄNDIGES WESEN ODER GEGENSTAND. Zeit als solches , als auch als Person/Individuum, ist eine absolute Illusion. Zeit und Raum sind ein und derselbe Gedanke, sie sind die korportierte Idee des Bewusstseins, welches ständig INNERHALB SEINER PROJEKTION zyklisch erschafft, erhält und zerstört, INNERHALB VON GEDANKLICHEN ENERGETISCHEN STRUKTUR DER ZEIT, GEMEINSAM ALS RAUM, WO DIE WIEDERGEBURT EIGENTLICH STATTFINDET.

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Wiedergeburt ist der Schaltvorgang des Bewusstseins, das als Kontinuum innerhalb der Spatiotemporalität und unter dem Einfluß des Prinzips von Ursache und Wirkung immer neue Episode führt -um neue Erfahrungen unter neuen Bedingungen mit alten Weichen, jedoch neuen Lektionen zu sammeln, die auch neue Erkenntnisse SICH SELBST GEGENÜBER ermöglichen. Das kosmische Prinzip der Kausalität- wie die Ursache, so die Wirkung- ist eines der leitenden Prinzipien oder Gesetztmäßigkeiten des Zeit-Raum Gefüges innerhalb des Bewusstseins. Darum – und nur darum wurde Bewusstsein als Selbst bezeichnet: weil alles spielt sich gegenüber sich selbst als Bewusstsein ab. Alles Reflexion und Refraktion- wie die Hauptkapitel der Optik in der Physik. Es gibt immer nur Eines: das Bewusstsein, das unerschaffen, doch erschaffend ist. Das ist der Schöpfer und auch Schöpfung- aber das Denken, als Instrument des Schöüfers, als Erschaffung, nicht verstehen kann. Die Begrenzung wird nie die Unbegrenzbarkeit messen können, so wie kein Pappbecher den Ozean.

Reinkarnation ist jene große Begebenheit, weil noch in Vergessenheit geraten, viele Opfer in Zeit und Raum macht- die aber, weil nur illusorisch, letztendlich sie als Gewinner werden läßt. Es ist nur und einzig das Bewusstsein, das Reine Bewusstsein, welches ewigen Wert genießt. Leid ist die nebensächlich-unvermeidbare Lektion, die im Lichte absoluter Wirklichkeit, jenseits der Temporalität, sich als zeitlicher Dampf auflöst.

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Abwesenheit von Zeit ergibt die Abwesenheit von Raum.

Abwesenheit von Raum ergibt die Abwesenheit von Form.

Aus der Abwesenheit von Zeit und Raum, die zusammen die Abwesenheit von Form ergeben, resultiert die Abwesenheit von egozentrischen Resten im Bewusstsein.

Die Abwesenheit von Ego-Resten ergibt die Abwesenheit von Kausalität. Die Abwesenheit der eigens kreierten Kausalität ergibt die Aufhebung der Notwendigkeit der Wiedergeburt. Und das alleine ist, paradoxerweise, das Ziel jenseits der Spirale des Inkarnationszyklus in Zeit und Raum.