Kirche, Beten, Gebet, Dom, Innenraum, Gebäude, Zimmer
Mönch, Tempel, Meditation, Buddha, Buddhismus, Religion
https://ombactionmovies.files.wordpress.com/2010/11/yogis.jpg

Seit dem der Mensch auf Erden wandelt, hat er immer den natürlichen Drang gespürt, die Einheit, woraus selber stammt und inmitten er auch lebt, mit all seinem Wesen neu zu erleben. Diese Einheit mit Allem kannte der Mensch- das ist zweifellos die reine Tatsache. Doch die Zeit ist es, was das Einheitserlebnis des Menschen immer und immer weiter in die Ferne, wie einen Kindheitstraum, rücken ließ. Immer wieder wurde dieses Erlebnis kosmischer Einheit aus dem Vordergrund in den Hintergrund menschlicher Existenz verbannt. Um doch dann, in der Antike, erhoben sich wie ein Regenbogen am Himmel irdischer Geschichte jene Religionen auf, die der meschlichen Suche alle Ehre machen. Und zwar genau dort und dann, als die spirituelle Sehnsucht am höchsten stand und der historische Boden am fruchtbarsten war.

Jeder weiß, dass Religionen aus der Not geboren wurden, um die Göttlichkeit oder die Vereinigung des Menschen mit Gott zu ermöglichen. Als die jüngste von allen großen Religionen kam das Christentum zustande, als Jesus Christus, der vornehme Gründer dessen, der durch sein eigenes Leben uns ein Beispiel zum Nachahmen gab. Vieles wurde bereits und wird noch über ihn und das Christentum geschrieben- so groß war sein irdisches Leben und Wirken. Ungeachtet dessen, was die jahrtausendealte kirchliche Institution durch ihre Zensur und Verformung dem Christentum antat, eines ist sicherlich übrig geblieben: die Essenz. Jenseits aller Bezeichnung der Versündigungsversuche aller Volksmassen durch die Kirche ist die Essenz des Christentums präsent, sie ist, wenn auch von ihren Oberhäuptern unerwünscht, lebendig geblieben.

In späteren Zeit, als sich die heraus kristallisierte Institution der christlichen Kirche von einer brutal verfolgten Sekte hinaus wagte und zur Staatsreligion des Römischen Reiches entwickeln musste, hatte Kaiser Konstantin das taktische Potenzial des Christentums für sich und sein Reich erkannt. Dies wurde zu dem Schluß kommen, als die separaten, die lokalen Oberhäupter der christlichen Kirche, einen Kanon für die frisch angenommene Staatsreligion schafften und insofern und eine einzige, ihnen passende Lehre erzeugten. „Es ging ihm(dem Kaiser Konstantin) um Einheit, eine ideologische Basis des Kaiserreichs“, erklärt Scott Bartchy, Kirchenhistoriker an der University of California. Zusammen mit über 200 damaligen kirchlichen Würdenträgern legt Kaiser Konstantin auf dem Konzil von Nicäa 325 die zentrale Dogmen und Glaubenssätze der Religion fest. Auf dieser Weise erschafft Konstantin, zusammen mit dem gewählten Patriarch und sämtlichen Bischöfen, das ab jetzt einzig gültige, offizielle Bild von Jesus: als den absolut ledigen, braven einzigen Gottessohn, inmitten einer rein männlichen Apostelschar, der von Judas der Iskariot verraten wird. Die ganze Wahrheit über die Person und das Leben, aber ebenfalls die komplette, wirkliche Lehre Jesu wurde ab jetzt zensiert, verformt und verfälscht. Selbst das Geburtsjahr und die tatsächlichen Umstände der Geburt im Bethleem wurden geändert. Die Unerreichbarkeit und das ikonosierte Bild Jesus, dem Christus, wurden spätenstens ab dem Jahr 553 mit dem 2-ten Konzil von Konstantinopel, endgültig versiegelt.

Das alleine macht mit Gewissheit die kanonisierte Bibel zu dem meistzensierten Buch der Geschichte. Es sind letztendlich etwa 100 „ketzerische Bücher“, darunter auch Evangelien, mit vielen Überbleibseln der jetztigen 4 erhaltenen, aber teils zensierten und verformten, angenommenen Schriften, die nicht anerkannt und sogar verdammt wurden.

Obwohl das Urchristentum höchstwahrscheinlich eine „heilige Schrift“ in Form des Alten Testaments besaß, benutzte das junge, frisch gruppierte Christentum eine ganze Sammlung verschiedener Apostelschriften, die selbst von den Jüngern der Jünger in den ersten 2 Jahrhunderten nach Jesus niedergeschrieben worden waren. Es war, genauer gesagt, der Fall wie früher im Buddhismus und Hinduismus.Viele Schriftstücke erzeugten Spaltungen vieler Ansichten innerhalb derselben Religion. Dies passte der Kirche nicht. Doch die Kirche ist nicht die Essenz der Religion. Sie bindet die glübigen Menschen an sich, durch Dogmen, Rituale, verborgene weltliche Interessen anstatt sie davon zu bfreien. Sie bindet sie den Geist in Glaubensätzen, die sie vorschreibt. Sie schreibt alles vor, aber sie selbst bleibt darin voll verfangen, wie ein Vogel erstmal im Netz und dann im goldenen Käfig. Das ist es, wie wir alle nun wissen, zumindest erahnen oder gar befürchten, das die Wahrheit der Kirchen. Die hochgelobte Kirchenwelt des Cristentums… Gebote, Verbote, Lobpreisungen. Selig- und Heiligsprechungen, Sündhaftigkeit. Nun, die Welt ist etwas mehr, aber auch weniger als das.

Liebe, Gestorben, Kreuz, Dornen, Krone, Herz, Bibel

Die Notwendigkeit der Transzendenz dieser vergänglicher Welt durch unsere Selbsterkenntnis, dieser Welt, die uns mit jeder Verkörperung leiden läßt, als auch die Notwendigkeit der Liebe, sind zusammen die zentrale Lehre Christi. Dies wird veranschaulicht mit den Worten Jesus, als Eines mit dem Christus-Licht: „Seid Vorüberziehende!“, und auch: „Wer seine Mutter oder Vater oder Bruder und Schwester mehr liebt als mich, der ist mir nicht würdig!“. Weiter erinnerte er unmissverständlich all den Aposteln, als auch uns als Nachfolger, an die natürliche, aber unverstandene und unerwünschte Tatsache der Wiedergeburt, in Johannes Evangelium:“ Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wer nicht von Neuen geboren wird, kann das Reich Gottes nicht sehen… Wundere dich nicht, wenn ich dir sage: ihr müßt alle von Neuem geboren werden!“ ,was später verfälscht wurde und meist mit “ Wasser und Geist“ wiedergegeben. Aber auch im Matthäus Evangelium, 11:14, erinnerte er an den Prozess der Reinkarnation, als er über die Person des Johannes der Täufer bezeugte: „Er ist der Elia, der kommen soll.“. Ebenso sagte er: “ Ich lasse euch nicht wie Weisenkinder auf der Welt. Ich lasse euch den Heiligen Geist… Wenn der Tag der Erkenntnis kommt, werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater lebe und ich in euch.“ „Wer sucht, der findet; wer klopft, dem wird aufgetan und wer bittet, der bekommt!“. In den neu-testamentarischen Apokryphen, im koptischen Evangelium des Thomas, heißt es unmissverständlich: “ Das sind die geheimen Worte, die Jesus der Lebendige sagte und die Didymus Judas Thomas aufgeschrieben hat. Und er sagte: Wer die Interpretation dieser Worte findet, wird den Tod nicht schmecken. Jesus sagte: Wer sucht, sollte nicht aufhören zu suchen, bis er findet, und wenn er findet, wird er bestürzt sein; und wenn er bestürzt ist, wird er verwundert sein, und er wird über das All herschen… Aber das Königreich ist in eurem Inneren, und es ist außerhalb von euch. Wenn ihr euch erkennt, dann werdet ihr erkannt, und ihr werdet wissen, dass ihr die Söhne des lebendigen Vaters seid. Wenn ihr euch aber nicht erkennt, dann werdet ihr in der Armut sein – und ihr seid die Armut.

Zusammen mit der göttlichen, erhebenden Botschaft der Liebe und Milde, macht das uns zweifellos klar als das Zentrum der selbst gelebten Lehre Jesu. Dies ist das Herz des Christentums. Dies- und nicht die armseligen Dogmen und Doktrinen, die als profan und verfälscht propagiert werden.

Suche, Liebe, Vervollkommnung – dies, und nichts anderes ist das Herz des Christentums.

Diese zentrale Botschaft der Notwendigkeit des Suchens nach Vollkommenheit durch spirituelle Praxis wurde uns ebenfalls in zwei anderen großen Religionen des Ostens mitgeteilt, die jedoch früher entstanden: im Buddhismus und Hinduismus. Gautama Siddharta aus Indien war es, der vor mehr als 2500 Jahren als der Buddha, der Erwachte, durch die Praxis der Meditation den höchsten Zustand des Bodhi, des Absoluten Bewusstseins erlangte, auch Nirvana genannt. Er hinterließ seinen Jüngern die Quintessenz seiner Lehre durch mündliche Anweisungen zur Praxis und genaue Hinweise im alltäglichen Leben, unter allen Bedingungen- wie auch, danach, Großmeister Jesus.

Buddha nannte immer wieder die Haupstützen seiner Lehre, die Hauptelemente seines Weges, die als „die Vier Edlen Wahrheiten “ in die Geschichte und den von ihm gegründeten Buddhismus eingegangen sind. Dass die spirituelle Praxis der Konzentration und mannigfaltiger Meditationsmethoden jedoch all den theoretischen Lehren -offenen und geheimen gleichermaßen- vorangehen, hat Buddha all seinen Schülern und Anhängern, Männer und Frauen, immer wieder erklärt. Später sind aus dem ursprünglichen Buddhismus mehrere Formen entsprungen, wie auch im Christentum das der Fall war, die hier verschiedene Ansichten und Methoden bevorzugen: Mahayana, Hinayana, der tibetische Lamaismus und später, der Zen-Buddhismus in Japan. Buddhismus kennt kein heiliges Buch und kein Gott. Buddhismus „braucht“ kein oberstes Wesen, das über seine Schöpfung regiert und ihr Vater ist. Der Buddhismus kennt und nennt das Bewusstsein als einzig reale, gültige Wirklichkeit. Er kennt dagegen verschiedene Bewusstseinsebenen mit entsprechenden Wesenheiten, die als absolut, also als perfekt, oder aber als halbperfekt diese Ebenen oder Dimensionen des Allbewusstseins bewohnen. Sie werden, je nach Fall, als Buddhas, Boddhisattvas, Aryas und Devas oder Asuras genannt- die jedoch insgesamt und ausnahmslos, als Formen des Einen Bewusstseins zu betrachten, zu verstehen sind.

Das Hauptziel des Buddhismus ist es, spirituelle Loslösung und Vollkommenheit des Bewusstseins zu erlangen. Das wahrnehmbare Erlebnis dieser Einheit mit Allem oder das Nirvana läßt im Buddhismus den entsprechenden Praktiker dieses kosmischen Ereignisses als einen Buddha, als Erwachten, über alle Formen des Daseins triumphieren. Und dies ist es in der Tat, denn all die Buddhas der Vorzeit, die im Buddhismus bekannt sind, haben alle eines gemeinsam: sie alle haben, ungeachtet der Nation, der Zeit ihres Erscheinens, des Geschlechts, des Aussehens, des Gesellschaftsrangs und Alters, das einmalige Nirvana erlebt. Das ist das Tor der Befreiung des Bewusstseins aus dem Rad der Widergeburten, aus dem Zyklus der Inkarnationen innerhalb von Zeit und Raum, jedoch, in all den möglichen Welten aller Universen, nicht unbedingt als menschliches Individuum. Die Buddhaschaft ist ein rein geistiger Zustand- dies ist von Anbeginn als Hauptthese zu verstehen. Und wem das erreicht, liegt das All zu Füßen- ganz wie Jesus es im Thomas- Evangelium kündigte. Sie sind hier, im Grunde genommen, eines und dasselbe. Doch auch die Liebe wird auf beiden Wege zur Vollkommenheit groß geschrieben. Buddhismus ist bis dato et de facto, die einzig uns erhaltene Großreligion, in deren Namen kein Blut vergossen ist. Kein Kreuzzug und kein Rachezug im Namen dieser Religion, keine gewaltige Buddhistianisierung. Das meist uns bekannte verlief friedvoll, gemäß der Nicht-Verletzens Prinzips , das von Buddha selbst gelehrt und gelebt wurde- sogar dann, als ganz Tibet 1959 von der Roten Armee Chinas gewaltsam besetzt wurde, mit vielen Menschenopfer auf Seiten tibetischer Mönche, Nonnen, aber auch der allgemeinen Zivilisten. Es gab schließlich eine Verteidigungsbewegung , die jedoch vergebens Versuchungen unternahm, die Freiheit ihres Landes aus den Krallen der Chinesen zurück zu gewinnen.Wie es man sicherlich weiß, mußte selbst das sehr geliebte Oberhaupt der Tibeter, der 14 Dalai-Lama, damals als junger Mann nach Indien ins Exil unter großen Anstrengungen und Risiken über die Kette des Himalaya gebracht werden.

„Als die Chinesen bei uns einfielen, begannen sie bald, die Religion zu bekämpfen und die Klöster zu zerstören. In meiner Heimat Litang wurden 1956 und 1957 alle Klöster dem Erdboden gleichgemacht. Einen solchen Angriff auf unsere Religion konnten wir nicht akzeptieren. Deshalb haben wir uns gewehrt.“ Ngawang Tashi, einer der Anführer der damaligen tibetischer Freiheitsbewegung.

Nun, das ist ja uns innenwohnend: die Erhaltung der Freiheit. Wer will sie nicht? Sicherlich keiner. Wir, alle Menschen, ja alle Lebewesen und Lebensformen neigen ganz natürlich dazu. Es ist DAS ZIEL DES BEWUSSTSEINS, FREI ZU BLEIBEN ODER FREI ZU WERDEN. Weil das Bewusstsein eigentlich die Freiheit selbst ist. Und die geistige Freiheit ist, letztendlich, mehr Wert als die äußere. Was nutzt, ein freier Gefangener zu sein, jedoch mitten im Labirinth des Geistes? In der Zelle der Angst? Der Sperre? Der scheinbar starren, doch eigentlich vergänglichen Probleme, die wie ein Torrent auf jeden von uns hier zukommen??

Die äußere Freiheit ergibt sich aus den Landesgrenzen. Doch die innere Freiheit kann nur durch spirituelle Praxis gewonnen werden.

Und das macht aus der Kernbotschaft aller großen Religionen die Gute Nachricht, die wir beibehalten sollten.

Wenden wir uns nun jener berühmten indischen spirituellen Praxis an, die mit Sicherheit als das goldene Herz aller Religionen und Praktiken betrachtet werden darf: YOGA. Die Botschaft, die als Hauptlehre des Yoga seit vielen Jahrtausenden uns anspricht, ist simpel: Vollkommenheit durch Selbsterkenntnis.

Yoga hat durch seine Avatare, jene göttlichen Verkörperungen, aber auch durch die Rishis, die Weisen und Seher, ununterbrochen uns dieselbe Nachricht der Notwendigkeit geistig- spiritueller Praxis mitgeteilt. Wie das Christentum und der Buddhismus, hat auch Yoga dieselben klaren Konturen als Basis: Liebe, Verständnis und spirituelle Praxis.

Fern jeder körperlichen, mit Ego- befüllte Demonstationen und Übungen, die nun im Westen als Yoga dargestellt und fälschlich verstanden werden, ist Yoga der direkte Weg zum eigenen Licht. Es ist nicht der Hatha-Yoga. Dieser ist nur die Basis, die Vorstufe aller Yogas. Und Yoga bedeutet Vereinigung oder Verbindung- die des Individuell-Menschlichen mit dem Kosmischen. Yoga ist frei von Institutionen, von Tempeln, Priestern und Ritualen. Yoga ist das Licht aller Religionen. Er macht sichtbar und wahrnehmbar das eigene, ewige und namenlose Licht Absoluter Bewusstseins, das wir in unserer Essenz eigentlich alle sind.

Denn das eigene, innere Licht ist es, das alles Trübe und Dunkle vertreibt und alles ausmacht, worauf alle Universen und Welten ruhen. Es ist das Licht des Absoluten Bewusstseins, der Göttlichkeit. Es ist das Licht Brahmans, oder der freien Allseele, des Paratman. Yoga lehrt, wie sonst der Hinduismus und Buddhismus auch, dass die Seele, das individuelle Bewusstsein, atman, genau das Abbild des Absoluten,Brahman oder Paratman- und absolut gleich mit diesem ist.

Die Wissenschaft des Yoga erkennt als Hauptelement des Leidens aller Existenzen aller Lebensformen die Vergessenheit des eigenen Wesens als reines Bewusstsein, die als Auswirkung vieler wiederholter Inkarnationen, die alle vergessen worden sind, auftritt. Dieser uralte indische Weg der Befreiung erklärt, dass all unser Denken, all unsere Taten, also letztlich UNSERE ABSICHT UND KENNTNIS ODER UNKENNTNIS ALS BEWUSSTSEIN, KÖRPER- UND ALTERLOS ist es, was uns eigentlich in den Inkarnationszyklus stürzen ließ und weiter darin gefangen halten. Und das verursacht Leiden vergangener Taten und Unkenntnisse, die insgesamt sich nun als gegenwärtige Realität erleben lassen. Wir sind das, was wir von uns halten. Aber wir sind das, was wir vergessen haben. Und das ist unsere Seele, unser ungeborenes und unsterbliches Bewusstsein.

Wolken, Himmel, Licht, Kopf, Silhouette, Geist, Seele

Hierzu erkennt der traditionelle Yoga vier Hauptwege:

  • Karma-Yoga, die yogische Praxis des veredelten Karmas, das heißt jenes ewig-kosmischen Gesetzes der Ursache und Wirkung, das ununterbrochen, sichtbar und unsichtbar zur Geltung kommt; es ist der Yoga-Pfad der verbesserten und vom Ego befreiten Taten, ein Leben lang, als scheinbarer Täter jenseits aller Taten. Hier kann der Yogi die Erweiterung seines Bewusstseins auch innerhalb einer Beschäftigung erleben, die er jedoch, meditierend oder innerlich auf das ewige Licht des Höchsten fixiert, den Körper mitten in der Aktion frei lassend, so in den Samadhi, die Vereinigung mit dem Höchsten, kommt.Taten erschrecken den Karma Yogi nie. Im Gegenteil- sie sind der natürliche Ausdruck der Lebendigkeit, der Aktion, des Tatendrangs, die selbst dieses sichtbare Universum ausmacht. Für ihn ist es die absolut bewusste und überpersonalisierte Bewegung, die zur Methode der Selbst- Verwirklichung wird. Hier wird die Überschreitung eigener Persönlichkeit zum Zweck. Der Karma-Yogi dient allen und durch seine Selbstlosigkeit, gelangt er zur Vollkommenheit. Er weiß: wenn er jemandem oder allen dient, dient er Gott- und implizite, sich selbst- denn alles ist immer Eines.
  • Bhakti-Yoga, die yogische Praxis der Nächstenliebe, so wie sie ursprünglich auch im Christentum gelehrt wurde; der Bhakti-Yogi meditiert über das Höchste als das perfekte Liebes- und Lebensideal, mit welchem er sich auch identifiziert und schließlich, von göttlicher Liebe durchdrungen, im Samadhi seinen Höhepunkt erlebt. Hier wird das ätherische Herz, mitten in der Brust, zum Knoten aller Bemühungen des Praktikanten. Hier bündelt dieser all seine Kraft, all seine Energie. Es ist das Herz, woraus und worin für den Bhakta alles Leben stattfindet. Das Ziel all seiner Sehnsüchte und brennender Liebe ist Gott. In Ihm ist des Bhaktas Erlösung, sie als reine Umarmung durch das Göttliche. Für ihn ist es einfach die Liebe, die den Schüssel aller Freiheit darstellt. Dies ist mit großer Sicherheit der einfachste und schnellste Weg für den modernen Menschen, zur eigenen Freiheit zu gelangen. Dieser Pfad des Yoga ist mit großer Wahrscheinlichkeit wie das reine, ursprüngliche Christentum, seine Praxis macht ihn zur wahren Pfad des erlebten Christus Lichtes.
  • Jnana-Yoga, der Pfad der Erkenntnis durch die Vernunft, ist jene yogische Praxis, die dem Yogi die angeborene Gabe glänzender Logik zur Verständigung einfacher, doch auch sehr komplizierter Prinzipien, Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge des Bewusstseins zur Ausnutzung bereitstellt. Der Jnani ist jener praktizierende Yogi, der selbst mitten im Asamprajnata-Samadhi über einen Begriff oder eine Idee meditiert, den geheimen und unverständlichen, ja metaphysichen Sinn dessen letzten Endes derart begreifend. Der Jnana-Yogi basiert den größtteil seines Wissens auf der Erkenntnis gefragter, aber auch erlernter Wahrheiten. Diese alle münden für ihn in die Höchste Wirklichkeit jenseits des Denkens, jenseits aller Logik, aller theoretischer Fragen und Antworten. Viele Philosophen aller Kulturen, Nationen und Zeiten begaben sich auf diese Art yogischer Praxis, die jedoch sicherlich nur als Ausnahmefall mit dem Erreichen jenes hohen Zustands yogischer Trance endete, der Asamprajnata- oder Nirvikalpa-Samadhi genannt wird.
  • Raja-Yoga, der königliche Weg des Yoga. Dies ist der schwierigste, steilste, doch der komplette Pfad yogischer Praxis. Er beinhaltet und erfordert Kenntnisse der Anatomie, Psychologie, Ethik, teilweise auch Grundlagen der Philosophie und Astronomie. Raja-Yoga ist die Praxis vollkommener Konzentration und Meditation, der Beherrschung aller Gedanken und Schaltvorgänge des Gedankenenergie, des Geistes, des Cittam. Raja -Yoga kennt und anerkennt andere Abzweigungen und Stufen, wie z. B. Hatha-Yoga, Mantra -Yoga, Samadhi-Yoga, mit jeweiligen Abzweigungen und vielen Schulen. Sie alle, unabhängig dessen, was und wie sie praktizieren, sind bemüht, das Ziel aller Ziele zu erreichen: die höchste Trance des Asamprajnata-Samadhi, des Nirvanam, der Mukti, des Zustands vollkommener Perfektion, frei von Wunsch, Form und Zwang der Illusion von Zeit und Raum, die erlösende Befreiung ohne Wiederkehr in Samsara, in das Rad der Wiedergeburten zur Folge hat. Der Raja- Yogi erkennt, wie auch alle anderen Praktizierende des Yoga, was er ist. Der Yogi sieht, dass all die primäre Ursache allen Leides aller Lebensformen nur auf die falsche Identifikation des Bewusstseins mit dem Körper, den Gedanken und /oder Gefühle, die zusammen als die Persönlichkeit, als Individualität zurückzuführen ist. Er versteht völlig die Bewusstseins eigene Vorgänge, die eine illusorische, holografische Realität als Wirklichkeit uns vorgaukeln. Er erkennt mitten in der Trance, die Ursache der Inkarnation, den Schöpfer und die ganze Schöpfung. Ihm wird kristallklar, wie die ganze Existenz zustande kommt. Alle Prinzipien und Mechanismen offenbaren sich diesem Yogi.

Der Zweck des Yoga ist die Freiheit, die geistige und absolute Freiheit. Und als Wesen, ist sie die Befreiung aus dem Wiedergeburtenrad. Doch diese wurde und wird kontinuierlich mehrmals erlangt. Das wurde von vielen Yogis der Vorzeit selbst erprobt, die alle als freie Seelen, Weisen, Seher oder Rishis in die spirituelle Geschichte eingingen. Von vollkommenen Yogis erreicht, die zu Avataren und Rishis bekannt werden, wurde Yoga erstmals mündlich, von Guru zu Lehrling, übertragen, doch später wurde er in niedergeschrieber Form weitergegeben. Es ist nur die Erkenntnis, nur unsere Selbsterkenntnis als reines Bewusstsein, was den Kern aller Freiheit ausmacht. Ihre Erreichbarkeit als Methodik, mit all den Prozeduren, Mechanismen, körperlich- spirituellen Vorteile und möglichen Hindernissen yogischer Praxis, aber auch die philosophien Ansichten mit all ihren Bestandteilen, sind der Welt insgesamt als Yoga-Vedanta bekannt. Yoga-Vedanta trägt in sich die Flamme der Erkenntnis mittels Theorie und Praxis, die seinesgleichen sucht. Es vereint gleichermaßen die Werte der Theorie mit denen der Erprobung durch die Praxis, welche zusammen die letzte Wirklichkeit offenbaren, was eigentlich auch die essentiellen Werte aller Religionen sind. Advaita-Vedanta , der Kern der Einheit aller Lehren, lehrt die Einheit von Allem- was nur durch die Praxis des Yoga wahrzunehmen ist. Es lehrt nämlich aus dem direkten Erlebnis der freien Seelen, erleuchteter Yogis, DES ERLEUCHTETEN DENKENS, dass die Welt, der Kosmos und Wesen eine reine Illusion, nur ein Hologramm sind – die kosmische Illusion, Maya, sind. Und das sind sie alle- ungeachtet dessen, ob die Wesen das glauben, es wissen oder auch nicht. Und dies wurde in der Essenz von Buddha, Jesus, Shiva und all den Avataren, als auch den vollkommennen Rishis gesagt. sie alle, unabhängig dessen, wann , wo und als Geschlecht einer bestimmter sozieler Kategorie geboren werden, haben dasselbe erlebt und gelehrt, jedoch auf eigener Art und Weise. Alle Weisen berichten von derselben Wirklichkeit, auf ihrer eigenen Weise.

Zu guter Letzt waren alle Religionsgründer Träger derselben Helligkeit des Lichtes, das uns alle ausmacht. Sie alle waren die Boten des Einen Klaren Lichts im trüben Licht der Gedankenwelten. Es gibt nur Das Eine- doch unzählige Wege zu Ihm.

Viele Wege, eine Welt. Viele Welten, ein Ziel.

Polynesien, Französisch Polynesien, Tahiti, Süd Meer